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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) zeigen in den westlichen Industriestaaten eine zunehmende Prävalenz. In Deutschland liegt die Prävalenz des Morbus Crohn zwischen 1/500 und 1/800 bei einer jährlichen Inzidenz von 5,6 pro 100.000, die Prävalenz der weniger häufig auftretenden Colits ulcerosa ist bei 1/1000 anzusiedeln, bei einer jährlichen Inzidenz von 3 – 4 pro 100.000.

Zudem gehören Patienten mit CED zu einer Risikogruppe mit erhöhtem Risiko des kolorektalen Karzinoms (KRK), die bei einigen Formen der Colitis ulcerosa bis zu 50 % betragen kann.

Obwohl die Ätiopathogenese noch nicht vollständig verstanden ist, wird heute von einem komplexen Zusammenspiel genetischer, umweltbedingter, mikrobieller und immunologischer Faktoren ausgegangen. Im Mittelpunkt unserer Forschung steht die Frage der Prävention und der positiven Beeinflussung des Verlaufs der CED durch Lebensmittelinhaltsstoffe, hier in erster Linie durch Inhaltsstoffe des Apfelsafts. In in-vitro-Studien und Tierversuchen zeigten unterschiedliche Nahrungsmittelbestandteile anti-kanzerogene bzw. anti-inflammatorsche Effekte. Als Apfelsaftbestandteile sind Trubstoffe und Polyphenole besonders hervorzuheben. In einem anderen Zusammenhang konnte z. B. gezeigt werden, dass das chemisch modifizierte Flavonoid Dosmalfat nach intraperitonealer Applikation Schwere und Verlauf experimenteller Colitiden in Maus und Ratte positiv beeinflusst.

Auch die Beeinflussung der bakteriellen Darmflora durch Bestandteile des Apfelsafts im Sinne eines präbiotischen Effekts ist hier in Betracht zu ziehen, da auch die Zusammensetzung der Darmflora den Verlauf einer CED mitbestimmt.

Unklar ist bisher jedoch, unter welchen Umständen die orale Verabreichung von zytoprotektiven bzw. antiinflammatorischen Nahrungsmittelbestandteilen positive Effekte auf die Entzündung ausübt. In Fütterungsversuchen an Nagern bei gleichzeitiger Induktion experimenteller Colitiden soll dieser Frage nachgegangen werden.

Laufzeit: 1.9.2005 – 31.8.2009

Ansprechpartner

Dr. Hans-Joachim Schmitz

Tel. (0631) 205-4227
Fax. (0631) 205-4398
hschmitz@rhrk.uni-kl.de

Prof. Dr. Dr. Dieter Schrenk

Tel. (0631) 205-3217
Fax. (0631) 205-4398
schrenk@rhrk.uni-kl.de

Technische Universität Kaiserslautern
Lebensmittelchemie und Umwelttoxikologie
Erwin-Schrödinger-Str. 52
67663 Kaiserslautern

 

 

 

 

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1.1 Uni Würzburg

1.2 Geisenheim

1.3 Uni Karlsruhe

1.4 FSU Jena
Uni Heidelberg

1.5 TU Kaiserslautern

1.6 TU Kaiserslautern

1.7 DKFZ Heidelberg

1.8 BfEL Karlsruhe

1.9 TU München

Industriepartner VK Mühlen AG